Historische Landkarten


Historische Landkarten: Die Welt als Vorstellung Wer einen bestimmten Punkt in Deutaschland oder auf der Welt sucht, nutzt ein Navigationsgeräten mit GPS-Technik, wer sich ihn betrachten möchte, der schaut im Internet mit Google Earth aus dem Weltall genau auf den gewünschten Platz.
Doch auch bevor diese Technik erfunden wurde, wollten Menschen sich einen Überblick verschafften über die Welt, in der sie leben. Das gelang ihnen aus heutiger Sicht mal mehr mal weniger gut. Dabei hatten heute historische Landkarten zahlreichen Anforderungen zu genügen.
So dienten jetzt historische Landkarten einerseits ganz praktischen Belangen. Sie lagen vor der Schlacht auf den Holztischen der Feldherren in eisigen, windumpeitschten Zelten, sie rollten mit im Gepäck der Händler. Diesen Karten stellten den Raum sehr genau dar. Wenn es auch Abstriche gab, denn weiter entfernte Orte waren detailärmer und Längen waren eher als Zeit gefühlt denn als Strecke gemessen. In 10 Tagen ließen sich 50 oder 100 Kilometer zurücklegen. In den großen Karten fließt das geografische Wissen von Händlern und Entdeckern ein.
Neben den Stadtansichten und Darstellungen der Umgebung, wie sie der Besucher heute in Heimatmuseen bewundert, demonstrierten an den Wänden der Paläste Reicher und Mächtiger und in den Klöstern, in Büchern, als Folianten historische Landkarten vielmehr Weltbilder und Vorstellungen der Epoche.
So haben zahlreiche historische Landkarten des christlich geprägten Mittelalters, besonders die Weltkarten, so genannte mappae mundi, die Stadt Jerusalem als Mittelpunkt, sind nach Osten ausgerichtet (wortwörtlich orientiert), vergleichen die Welt mit dem Körper des Christus oder haben die runde Form einer Radkarte oder die Spezialform der T-O-Karte. Schließlich glaubte die Christenheit, die Welt sei eine Scheibe. Berühmte historische Landkarten dieser Art sind die Hereford-Karte, die Ebstorfer Weltkarte, die Weltkarte des Andreas Walsperger und die Mappa Mundi des Fra Mauro.
Tipp: Hier können Sie Ihr Bild auf Leinwand bringen.
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